Chinchilla Post (1956-2002) ONLINE

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Chinchilla KRANKHEITEN IM ÜBERBLICK

KRANKHEITEN DER CHINCHILLA (SERIE)

Hier ein Original Text Auszug aus der Serie KRANKHEITEN DER CHINCHILLA von Irmgard Ulbricht. (Auszug aus Teil 2 der Serie)

 

 

 Der angekündigte weitere Überblick umfaßt die Themen:

- Erkrankungen der Verdauungswege
- Erkrankungen der Atemwege
- Hauterkrankungen
- Geschlechtserkrankungen
- Virusinfektion

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Hinweis:

Die originalen Artikel aus der CP werden hier kostenlos für alle Chinliebhaber/Innen zum Nachlesen eingestellt.

Die Texte stellen keine Empfehlung von CAM dar und geben auch nicht notwendigerweise meine Erfahrungen, Beobachtungen, Überzeugungen wider (s.u.).

Jede Vervielfältigung für Foren, Chats, InfoSeiten, Homepages, etc. ist eine öffentliche Nutzung und damit grundsätzlich genehmigungs- und kostenpflichtig. Unerlaubter Vertrieb von Kopien und PDF-Formaten ist eine Straftat.

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JAHRESKURVE DER CHINCHILLA KRANKHEITEN

© Prof. Dr. med. vet. Kraft. Mit freundlicher Genehmigung für die CP.

Hier die Beobachtungen eines Stamm - Autor der Fachzeitschrift CHINCHILLA POST: Prof. Dr. med. vet. Kraft. Damaliger Leiter der medizinischen Forschungs-Abteilung zum Chinchilla an der Universitäts-Tierklinik München.

 

 

Die Kurven zeigen deutlich einen starken Anstieg der Sektionsfälle (und dementsprechend auch der Krankheitsfälle) im Frühjahr (März, April) und im Herbst (September / Oktober). ... Die höchste Spitze der Sektionsfälle liegt im Frühjahr und wird hauptsächlich von Chinchillas mit Erkrankungen des Magen-Darmtraktes gebildet. 

 

 

Hier die Beobachtungen eines weiteren Stamm - Autor der Fachzeitschrift CHINCHILLA POST : Dr. med. vet. H. Egen. Seines Zeichens Tierarzt mit eigener Chinchillazucht.

 

 

Im Frühjahr und im Herbst treten bei der Chinchilla gehäuft Krankheits- und Todesfälle auf. Nach Untersuchungen von Dr. H. Kraft handelt es sich in der überwiegenden Anzahl der Fälle um Magen-Darmstörungen. Eigene Beobachtungen über einen Zeitraum von 2 Jahren können das bestätigen.

Die Ursache der im Frühjahr und Herbst gehäuft auftretenden Krankheits- und Todesfälle is darin zu suchen, daß unsere Chinchillas gegenüber Streßfaktoren, wie plötzlicher Temperaturwechsel, erhöhte Luftfeuchtigkeit, Futterwechsel, wie sie im Frühjahr und Herbst auftreten, außerordentlich empfindlich sind. Jede Veränderung im Stallklima ist für die Chinchilla ein Streß, der sich oft in Magen-Darmerkrankungen äußert.

 

 

 (Anm. d. Red.: Hervorhebungen von CAM)

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SCHLUSSFOLGERUNG

© Claudia A Mooser

 

Welche Schlußfolgerungen ergeben sich aus den genannten Beobachtungen, Daten, Fakten?

Antwort: unterschiedliche je nach Art und Form der Chinchilla Haltung

Für die Großzucht und kommerzielle Zucht :

lautete die Empfehlung ein spezieller Impf- und Hygieneplan. Ja, aus dieser Zeit stammen die Hinweise zur Impfungen von Chinchillas, die heutzutage auf Hobby Foren immer weiter mal auftauchen. Für eine große Tierhaltung durchaus sinnvoll und bis heute eine gängige Praxis bei allen (Massen)Tierhaltungen.

Für mich als Hobby-, Heimtier-, Liebhaber Haltung ergibt sich daraus für diese Zeit:

- Jahreskuren zur Stärkung des Immunsystems in dieser Zeit (sanfte Kuren)
-> 2x Jährlich (FJ und Herbst) 14 Tage Echinacea / Sonnenhut Kur (frisch oder getrocknet)

- Aufbauinjektionen in Einzelfällen
->z.B. Zylexis oder Catosal (nach Absprache mit einem TA)

- Früherkennung der Krankheit durch besondere Aufmerksamkeit in diesen Zeiten
-> erleichtert die Frühdiagnose bei schweren Krankheiten wie z.B. innere Ohrenabszesse.

- Zusätzlichen Streß bewußt vermeiden: 
-> keine Transport (außer bei Bedarf zu TA)
-> keine Transport für Schaubesuche
-> keine Umstellung oder neue Konstellation von Gruppen
-> keine neuen Käfigbauten
-> kein Umsetzen von Gruppen in neue, andere Käfige
-> keine Umstellung von Futtermarken

- Akzeptanz, daß es in dieser Zeit ein natürlicher Ausleseprozeß ist, in dem man auch bereit und gefaßt sein muß Tiere, wenn es für sie an der Zeit ist (Altersschwäche) gehen zu lassen, anstatt sie "zu Tode" zu therapieren. 

Letzter Punkt ist wohl der schwerste in einer Liebhaber Haltung, wo man zu jedem Tier, das hier sein gesamtes Leben verbringt, einen besonders engen Bezug und eine gemeinsame Zeit / Geschichte pflegt. Zur Liebe gehört es aber auch "gehen zu lassen", wenn es für das Wesen an der Zeit ist.  

- Erkenntnis, daß Chinchillas in der Tat sehr zähe Tiere im Gesamtbild sind. Daß sie aber imMIKROKLIMA ( -> Stallklima ) auf Veränderung sehr sensibel reagieren. Eine wichtige Differenzierung!